Brasilien · 2023
Brasilien: São Paulo, Rio und die Küste von Ilhabela
Drei Wochen zwischen Millionenstadt, Regenwald und Atlantikküste. Der Trip führte von São Paulo über Rio de Janeiro und die ländliche Gegend um Herculândia bis zur Insel Ilhabela, mit ziemlich unterschiedlichem Brasilien an jeder Station.
Station 1
São Paulo (Barueri)
Ankunft in São Paulo, die ersten Tage verbringen wir in Barueri. Giovana, meine Freundin, ist hier aufgewachsen und kann mir deshalb einiges aus ihrer Kindheit und Jugend zeigen. Abgesehen davon ist Barueri ein Vorort von São Paulo und dafür einfach gut geeignet, um den Alltag in Brasilien kennenzulernen: viele lokale Shops und Restaurants, kein klassisches Touri-Ziel.
Anschließend geht es ins Parque Shopping. Giovana zeigt mir Orte, an denen sie als Kind schon gegessen hat, und erzählt Geschichten dazu. Wir essen Churrasco und trinken parallel einen Chopp, danach nutzen wir die Zeit noch, um ein wenig zu shoppen.
Danach, im leichten Regen, geht es in den Parque Municipal Dom José in Barueri. Ein schöner Park für eine Auszeit von den vielen Beton-Gebäuden: Sportplätze, Skateplätze, ein See mit Vögeln und mittendrin ein Stück echte Natur.
Am Abend besuchen wir Freunde von Giovana aus ihrer Kindheit. Wir bestellen Pizza, und ich probiere zum ersten Mal eine süße Pizza, die sogenannte Pizza Doce.
Einen Tag später geht es weiter zu einem Geburtstag in Mairinque, aufs Land vor die Tore São Paulos. Dort esse ich mein erstes selbstgemachtes Churrasco: Linguiça, Picanha, Feijão Tropeiro und Farofa auf einem Teller, dazu Vinagrete (die brasilianische Tomaten-Zwiebel-Salsa) zu allem. Wir verbringen eine wunderschöne Zeit in einem Haus mit eigenem Fußball- und Volleyballplatz.
Station 2
Rio de Janeiro

Rio hält, was die Postkarten versprechen. Vom Corcovado aus reicht der Blick über die ganze Stadt bis zur Bucht.

Der Cristo Redentor davor wirkt aus der Nähe deutlich größer als auf jedem Foto: 38 Meter Statue auf 700 Metern Berg.

Vom Zuckerhut (Pão de Açúcar) sieht man die Bucht aus der anderen Richtung, mit hunderten Segelbooten vor Anker, guter Gegenpol zum Blick vom Corcovado.

Zwischen den beiden Aussichtspunkten lohnt ein Abstecher nach Santa Teresa: enge, hügelige Gassen, Kolonialbauten in Pastelltönen und mehr klassische VW Käfer am Straßenrand, als man in Deutschland in einem Jahr sieht.
Station 3
Herculândia

Herculândia liegt weit im Inland des Bundesstaats São Paulo, Landwirtschaft statt Skyline. Ein paar Tage auf dem Land: mit dem Motorrad über staubige Feldwege, ein Wasserfall mit Regenbogen mitten im Wald, barfuß durch einen Fluss waten und zum ersten Mal auf einem Pferd sitzen. Deutlich langsameres Tempo als in Rio oder Barueri, ein guter Kontrast nach der Großstadt.



Station 4
São Paulo (Zentrum)
Zweiter Stopp in São Paulo, dieses Mal mitten im Zentrum statt im Vorort, komplett anderes Bild als Barueri.

Prachtbauten wie das Theatro Municipal stehen direkt neben Hochhäusern der 1950er Jahre, etwa dem markanten Edifício Altino Arantes: Belle-Époque-Architektur und Skyline in einem Bild.

Die Rua Direita mitten durchs Centro: laut, dicht, ein Wolkenkratzer neben dem nächsten. São Paulo hat kaum klassische Sehenswürdigkeiten im touristischen Sinne, die Stadt selbst ist die Attraktion.
Station 5
Ilhabela

Ilhabela ist eine Insel vor der Küste São Paulos, größtenteils Regenwald und nur per Fähre erreichbar. Die Unterkunft war nur per Boot zu erreichen, erster Eindruck von Land aus: ein kleines Haus zwischen Palmen, Fels und Strand.

Mit einem klapprigen Jeep quer über die Insel zu einem Wasserfall im Dschungel, und an einem Aussichtspunkt über die ganze Bucht vorbei.







Zwischendurch: gegrilltes Fleisch, Reis und eine Caipirinha mit Blick aufs Meer. Schwer zu toppender Ort für ein Mittagessen.
Station 6
Jundiaí
Kurzer Zwischenstopp nahe São Paulo: ein Nachmittag im Stadtpark von Jundiaí, mit Tretboot auf dem See. Nichts Spektakuläres, aber genau die Art von Nachmittag, an den man sich hinterher am längsten erinnert.


Station 7
Festa Junina São Paulo

Letzter Stopp, nochmal zurück nach São Paulo: mitten in eine Festa Junina gelaufen, ein traditionelles brasilianisches Junifest mit bunten Wimpelketten (bandeirinhas), verkleideten Holzhütten und Quadrilha-Tanz auf der Straße, ursprünglich ein Erntedankfest, heute neben Karneval eine der größten Straßenfeiern Brasiliens. Guter Abschluss für den Trip.